Voom Voom

Damals im Voom Voom

Ende der 60er Jahre eröffnete Disco im Keller des Hotels Loheyde direkt am Bahnhof. Und das kam so: Abbi (naturblonder, immer schick gekleideter Mädchenschwarm) aus W’haven, ein Kumpel von mir und Isolde, Harald Gottschalk u. v. a. m. arbeitete zusammen mit seinem Kumpel Kuddel in verschiedenen Discos und Nightclubs im ganzen Bundesgebiet, so auch im White Horse in Lünen/Westfalen. Dort überzeugte er seinen Chef Detlef Kroner davon, daß in W’haven eine neue Disco vonnöten sei. Der kam, sah und eröffnete das V. V. – der Rest ist Geschichte (nachzulesen in Break on through to the other side, Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Schloßmuseum Jever im Jahre 2008). Innerhalb kurzer Zeit lief die Disco (nicht zuletzt dank DJ Bollo) dem Idioten-Dreieck den Rang ab. Der unbeliebteste Gast der Discogeschichte war ein Marinesoldat, der Streß mit seiner Freundin hatte. Da sie nicht mit ihm auf die Straße hinauskommen wollte, fuhr er kurzerhand in die Kaserne, klaute dort einen Panzer und fuhr – von einem Schwarm von Bullentaxen verfolgt – zum Voom Voom. Vor dem Eingang senkte er die Kanone in den Club und drohte abzudrücken, wenn nicht seine Freundin sofort herauskäme. Das wirkte: Sie kam heraus, er stieg aus dem Panzer, sie scheuerte ihm eine und die Polizei nahm ihn fest. …