Tolles Buch über Johann Helfer und seine Reisen in SO-Asien. Bis ihn die Andamanen-Negritos erlegten ...


Christentum in Myanmar

Kirche in Yangon

Die Gräfin Nostitz zu den Bemühungen, die Burmesen zum Christentum zu bekehren: ‚Dabei sind sie von Natur ein sorgloses, fröhliches und glückliches Volk, das, mit Luxus und Genusssucht noch unbekannt, alle seine bescheidenen Bedürfnisse leicht zu befriedigen vermag. Ein solches Volk bietet nicht den geeigneten Boden für die Lehre, die da sagt: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ Ebenso wenig Eindruck machten auf sie die Drohungen ewiger Verdammmniss (!) und der Hölle, mit welchen fanatische Missionare die Leute ins Christentum hineinzuschrecken suchten. Sie hielten diesen gewöhnlich die Frage entgegen: „Wo meint ihr, dass unsere Vorfahren sein werden?“ und auf die Antwort „In der Hölle, da sie als Ungetaufte starben“, erwiderten sie: „Dann wollen wir auch dahin kommen.“  Meistens waren es nur herabgekommene und verwilderte Subjecte (!), die sich um des weltlichen Vorteils willen taufen ließen, da sie pecuniäre (!) Unterstützung erhielten. Hörte diese auf, so trugen sie gewöhnlich die ihnen verabreichten Bibeln und Tractätchen (!) an einem öffentlichen Ort zusammen und verbrannten sie mit den Worten: „Umsonst wollen wir keine Christen sein!“. (Gräfin Nostitz: Helfers Reisen, S. 143f.). Auch mir selbst scheint die Hölle zuweilen ein angenehmerer Ort als der Himmel zu sein, denn dort werde ich hoffentlich viele Bekannte treffen … Aber da es ja weder das eine noch das andere gibt, kann es mir egal sein.