Kreuzberg

Kreuzberg: Stadtteil und Bezirk von Westberlin, im Wesentlichen bestehend aus den Postbezirken 36 und 61. Letzterer etwas weniger heruntergekommen als Ersterer. Wohnstätte des Proletariats mit billigen Wohnungen und stillgelegten Fabriketagen, die gern in Kommunen umgewandelt wurden. Zwar gab es auch andere Arbeiterbezirke in Berlin (wie z. B. Moabit und Wedding), aber Kreuzberg hatte dieses gewisse Flair! Zuwanderer, die knapp bei Kasse waren, fühlten sich davon magisch angezogen. Dementsprechend gab es dort einen großen Ausländeranteil aber auch Studenten und andere Leute ließen sich dort nieder. So verwandelte sich das frühere Arbeiterquartier stellenweise in einen ‚angesagten‘ Stadtteil mit Szene-Kneipen und Off-Kinos.

Wie wahr ...

Die Lebensader des Bezirkes war die in Kreuzberg als Hochbahn geführte U-Bahnlinie 1 (Schlesisches Tor-Ruhleben), auch bekannt als Orient-Express. Für mich war das Kottbusser Tor (Kotti) das Zentrum des Stadtteils.  Der Stadtteil ist benannt nach der gleichnamigen Erhebung (66 m ü. NN, eine der höchsten Berlins) im

Viktoria-Quartier. Dort gibt es einen Wasserfall und ein Eisernes Kreuz, das an die Befreiungskriege erinnert. Und dort wird der berühmte Kreuz-Neroberger Wein angebaut, den der Senat bei Empfängen ausgewählten Gästen serviert. Nicht immer zu deren Vergnügen … Was sich mit der zunehmenden Erderwärmung vermutlich ändert!