Und dann ging’s mit Aegean Airways nach Tel Aviv, nur ein kurzer Hüpfer, aber eine andere Welt. Bei der Einreise fragte mich ein Beamter der Immigration, was ich denn in Israel wolle. Ich antwortete: „Auf den Spuren Jesu Christi wandeln.“ Das schien ihn zu überzeugen. Ich tauschte ein paar Euro (1 Euro = 4 Schekel) und ging schnurstracks zur S-Bahn-Station, wo der Zug nach Jerusalem abfuhr. Der dortige S-Bahnhof (Yitzchak Navon) liegt 80 m unter der Erde, einer der tiefstgelegenen Bahnhöfe weltweit. Es dauert ewig, bis man das Tageslicht erblickt. Ich fuhr mit einem Taxi zu meinem Hotel. Dort teilte man mir mit, dass ich anderweitig untergebracht würde, weil in ‚meinem‘ Hotel gebaut wurde. Die ‚Ersatzlösung‘, das Eyal Hotel, war ein Upgrade, sehr gute Lage, schönes Zimmer, nahe der Ben Yehuda Street (Fußgängerzone). Der günstige Preis (80 Euro) galt allerdings nur für eine Nacht; die nächste Nacht hätte bereits 140 Euro gekostet. So suchte ich mir eine neue Bleibe, ein Airbnb-Service-Apartment in der Nähe des Mahane-Yehuda-Marktes. Kostete 80 Euro, günstig für dortige Verhältnisse. Denn Jerusalem ist sehr teuer: Eine Kugel Eis kostet 5 Euro, eine Flasche Wasser 2 Euro. Halbwegs erschwinglich war Streetfood wie Pizza usw. (2,50 Euro). Auch die Nutzung des Internets scheint dort sehr teuer zu sein. Ich kaufte mir eine SIM-Card, aber die war ruckzuck leer, obwohl ich sie nur für Google Maps benutzte.