Eigentlich hatte ich vor, mit der Eisenbahn von Yerevan nach Tbilisi zu fahren. Leider fährt die nur alle zwei Tage, daher musste ich mit dem Bus fahren. So verließ ich mein gastliches Apartment, setzte mich in die Metro und fuhr zur Station Yeritasardakan. Von dort waren es nur ein paar Schritte bis zu dem Platz, wo der Minibus abfuhr. Die Fahrt kostete ca. 15 Euro und dauerte sechs Stunden. Es waren nicht viele Leute an Bord, darunter ein ukrainischer (?) Komiker, der von einem jungen Franzosen begleitet wurde. So habe ich es jedenfalls verstanden. Mit einem jungen Ehepaar kam ich ein wenig ins Gespräch. Es war ziemlich kalt unterwegs. Die Strecke führte auch am Sevan-See, dem größten des Landes, vorbei. Ab und zu hielt der Bus an und die Passagiere flüchteten sich in eine Wärmestube. Schließlich erreichten wir den Grenzübergang in Sadakhlo. Der Komiker hatte offenbar Probleme, denn der Busfahrer sah sich nach längerer Wartezeit genötigt, dessen Gepäck auszuladen und ohne ihn und seinen Begleiter weiterzufahren. Schließlich erreichten wir Tbilisi. Mit einiger Mühe (kein einheimisches Geld!) gelangte ich zu meinem Apartment in der belebten Kote-Afkhazi-Straße. Die Vermieterin war sehr freundlich, legte mir das Taxigeld aus und führte mich zu einer Wechselstube, wo ich endlich an lokale Währung kam. Auch beim Erwerb einer SIM-Card war sie mir behilflich. -Nette Dame. Das Apartment war o.k. Am Abend machte ich Bekanntschaft mit der georgischen Küche. Das urige und gemütliche Nikolozi-Restaurant servierte Khachapuri mit geräuchertem Käse – sehr lecker. Vorher gab es eine Suppe und dazu einen Liter (!) Wein. Alles zusammen kostete 45 Lari (15 Euro).